Nagelpilz?
- man kann etwas dagegen tun.
Ein Nagelpilz enteht oft im Zusammenhang mit einer Pilzinfektion der umgehenden Haut.
Die Pilze ernähern sich vom Keratin des Nagels und können sich so under der Nagelplatte ansiedeln, in diese eindringen, bis zu ihrem kompletten Befall.
Man erkennt diesen Prozeß an länglichen oder halbkreisförmigen unregelmäsig begrenzten weißlich bis grau-braunen Flecken im Nagel. Die Nagelplatte verdickt sich und wird brüchig (bis zum Abheben des Nagels vom Nagelbett).
Der Befall mit Nagelpilzen erfolgt häufig durch Hautkontakt mit infizierten Personrn oder Gegenständen zB. in den Umkleidekabinen oder anderen Nassbereichen. Ein erhöhtes Risiko besteht bei Vorschädigungen der Haut und der Nägel sowie bei vorliegenden Durchblutungsstörungen- so sind oft Diabetiker, ältere Menschen und Raucher besonders betroffen.
Eine Nagelpilzinfektion heilt nie von selbst und muß behandelt werden.
Die Behandlung erfolgt mit so genannten Antimykotika, die den Stoffwechsel der Pilze und damit ihren Wachstum hemmen und diese abtöten.
Die Therapie findet meistens nur lokal statt, indem man spezielle Nagellacke aufträgt.Die Prozedur ist langwierig, da der Nagel sehr langsam wächst (max. 3 mm pro Monat). Erst wenn ein vollständig gesunder Nagel nachgewachsen ist kann die Therapie beendet werden, also je nach Befall nach 6 bis 12 Monaten und muß bis dahin sehr regelmäßig erfolgen.
Eine kombinierte Behandlung mit der zusätzlichen Einnahme von Tabletten ist erst bei einem ausgedehnten Befall (>50%) oder der Erkrankung mehrerer Nägel nötig.
Unterstützende Maßnahmen:
-täglicher Wechsel der Handtücher, Waschlappen,Socken
-Wäsche bei mindestens 60 C
-Benutzung desinfizierender Reinigungsmittel für Waschbecken, Dusche usw.
-Mitbehandlung der ev. befallenen angrenzenden Hautbezirke